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Theodorakis, Mikis (*1925), griechischer Komponist.
Theodorakis wurde am 29. Juli 1925 auf der Insel Chios geboren. Er studierte u. a. in Athen und in Paris bei Olivier Messiaen und René Leibowitz und war davor und danach auch politisch tätig (Abgeordneter im griechischen Parlament 1964 bis 1967). Zur Zeit der Militärdiktatur war er von 1967 bis 1970 inhaftiert und lebte anschließend in Paris. 1974 kehrte Theodorakis nach Griechenland zurück.
Theodorakis komponierte politisch engagierte Musik und orientierte sich dabei an griechischer Volksmusik, benutzte aber auch die Mittel der modernen Kunstmusik. In seinen Werken sucht er nach einer erneuerten Volksmusik, die einerseits einem breiten Publikum verständlich sein soll, zugleich aber die Entwicklungen der neuen Kunstmusik einbezieht. Sein Stil lässt sich insgesamt als neoklassisch einstufen. Zu seinen Hauptwerken zählt das Oratorium Canto general nach Pablo Neruda (1973). Daneben schrieb Theodorakis besonders Lieder, Liederzyklen und Schlager, Ballett- und Kammermusik sowie Bühnen- und Filmmusiken, u. a. Elektra (1962), Phaedra, (1963) und Alexis Sorbas (1964). 1998 wurden zwei neue Werke des Komponisten, die Rhapsodie für Cello und Orchester sowie ein Konzert für Gitarre und Orchester uraufgeführt.
Verfasst von:
Jörg Theilacker
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Bertelsmann: infoROM '98/'99
Im Universallexikon
Theodorakis, Mikis, * 29.7.1925, griechischer Komponist (hauptsächlich folkloristische Lieder); Filmmusik zu »Alexis Sorbas« und »Z«; Opern.
Bertelsmann Discovery 1995
zitiert Theodorakis gleich viermal:
(1) Theodorakis Mikis, griech. Komponist, * 29. 7. 1925 Chios; 1964 –1967 Abg. der linksgerichteten EDA; seitdem aus polit. Gründen mehrfach in Haft, 1970 entlassen; bis 1974 im Ausland lebend. T. wurde bes. bekannt durch seine Filmmusik zu „Alexis Sorbas“ u. „Z“, schrieb neben folklorist. Liedern auch sinfon. Musik u. Kammermusik, Ballett „Antigone II“ 1972. Tagebuch „Mein Leben für die Freiheit“ 1971.
(2) griechische Musik (Griechenland)
Eine neugriech. nationale Musik gibt es erst nach der Befreiung von der türk. Herrschaft (1829). Wichtige Komponisten sind u. a. Nikolaos Mantzaros (* 1795, † 1872), Mitglieder der neugriech. Schule Dionysios Lavrangas (* 1864, † 1941), G. Lambelet (* 1875, † 1945) u. Manolis Kalomiris (* 1883, † 1962). Als Folkloristen gelten Mario Varvoglis (* 1885, † 1967) u. Emil Riadis (* 1885, † 1935). Den neuen Generationen gehören u. a. Petro Petridis, Georgios Poniridis, Dimitri >Mitropoulos, Nikos >Skalkottas, S. Michaelidis, Yanis Papajoannou, Anestis >Logothetis, Yannis >Xenakis, Argyris Kounadis, Mikis >Theodorakis an. Interessante Resultate erzielte die griechische Volksliedforschung (seit Lambelet); das folkloristische Melodiengut setzte sich aus altgriechischen u. orientalischen Elementen zusammen. Volkstümliche Instrumente sind Fidel (Lyra), Laute, Hackbrett, Oboe, Klarinette, Dudelsack, Flöten, große u. kleine Trommeln, Glöckchen u. Gegenschlagidiophone.
(3) Ritsos
Jannis, neugriech. Lyriker, * 1. 5. 1909 Monemvasia, Peloponnes, † 11. 11. 1990 Athen; stellt in seiner Lyrik die Krise der bürgerl. Kultur u. persönl. Erlebnisse der Gefangenschaft (als Kommunist) dar; auch volksverbundene Dichtung mit sozialist. Tendenz; Vertonungen von M. >Theodorakis. Dt. Gedichtauswahlen: „Zeugenaussagen“ 1968; „Die Wurzeln der Welt“ 1970; „Milos geschleift“ 1979; „Erotica“ 1981.
(4) Sirtaki
griech. Volkstanz in Ketten- oder Reihenform u. geradem Takt, der durch eine starke Temposteigerung geprägt ist; wurde durch M. Theodorakis' Filmmusik zu „Alexis Sorbas“ (1964) bekannt.
Bertelsmann Discovery 2000
Mikis, griechischer Komponist, * 29. 7. 1925 Chios; 1964-1967 Abgeordneter der linksgerichteten EDA; seitdem aus politischen Gründen mehrfach in Haft, 1970 entlassen; bis 1974 im Ausland lebend. Theodorakis wurde besonders bekannt durch seine Filmmusik zu „Alexis Sorbas“ und „Z“, schrieb neben folkloristischen Liedern auch sinfonische Musik und Kammermusik, Ballett „Antigone II“ 1972; Opern („Medea“ 1991, „Elektra“ 1995). Tagebuch „Mein Leben für die Freiheit“ 1971.
Brockhaus
Theodorakis, Mikis, griech. Komponist, * 1925; politisch engagierte Kompositionen, auch unter Verwendung von Elementen griech. Volksmusik.
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