Biographische Angaben

Chronologie

Interviews

Stellungnahmen

Aussagen

Zeugnisse

Ehrungen

Werkkatalog

Gedanken zum musikalischen Œuvre von Mikis Theodorakis - NEU

Byzantinische Musik

Kammermusik

(Meta)symphonik - Oratorien

Ballette

Bühnenmusik

Opern

Liedflüsse

Liederzyklen (1974-1995)

Liederzyklen (1937-1973)

Filmmusik

Gedichttexte

Autorenbiographien

Allgemeines - NEU

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

Vor 2000

Asti's Seiten

Calendar

Ankündigungen

Rezensionen

Opernedition zum 75. Geburtstag auf Intuition Classics

29.07.05: "First Songs" erschienen

THEODORAKIS BEI INTUITION RECORDS (SCHOTT MUSIC)

THEODORAKIS BEI PEREGRINA

THEODORAKIS BEI EDEL / BERLIN CLASSICS

THEODORAKIS BEI TROPICAL MUSIC

Vollständige Diskographie

Kommentare zu CDs

Maria Farantouri

Freunde und Partner

Musiker

Sängerinnen und Sänger

Tondokumente

Photodokumente

FILIKI

Theodorakis tritt seine Archive ab

Theodorakis in den Enzyklopädien.

Gästebuch

Ein Leben für Griechenland

Theodorakis' Gedichte

Mia Zoi yia tin Ellada


English

Français



Sie befinden sich hier Werke

Gedanken zum musikalischen Œuvre von Mikis Theodorakis - NEU





MikisTheodorakis
1. Mikis Theodorakis zählt zu den fruchtbarsten Komponisten aller Zeiten.









Sein Œuvre erreicht und übertrifft in ihrem Umfang sogar die von Telemann und J. S. Bach.

Es ist in seiner Vielfalt und seinem Reichtum mit keinem andern des 20. Jahrhunderts vergleichbar. Es geht vom Lied zum Oratorium, von der Kantate zur religiösen (byzantinischen) Musik, von der Kammermusik zur Symphonie, von der Musik für Bühne und Film zur Oper, und dies mit Erfolg auf allen Gebieten.

Theodorakis’ Werk stellt ein kohärentes, geschickt strukturiertes und fest gefügtes Ganzes dar. Jeder seiner Teile ergibt sich konsequent aus den vorhergehenden Errungenschaften des Komponisten, und alle zusammen bilden eine Einheit, die vom einfachsten zum höchst komplexen reicht. Sie bleiben aber stets als Kreationen derselben Musikerpersönlichkeit erkennbar.

Dieses Schaffen verbindet harmonisch die Traditionen der hellenischen mit dem Erbe der westlichen Musik und erweitert die Ausdrucksmöglichkeiten der zeitgenössischen Musik beträchtlich, doch bleibt es fest in einem mehrtausendjährigen Erbe verwurzelt.

Die Musik von Theodorakis ist unabhängig: sie folgt weder Tendenzen noch Strömungen, noch Schulen; sie assimiliert dennoch völlig die instrumentalen, klanglichen, harmonischen und rhythmischen Errungenschaften ihrer Zeit.

Auch wenn sie dodekaphonische und atonale Forschungsergebnisse assimilierte, hielt sie sich jedoch nicht dabei auf: sie blieb im Melodischen verankert. Damit war Theodorakis während vieler Jahre ein Einzelkämpfer, doch er folgte konsequent seinem Stern und ging entschlossenen und sicheren Schrittes seinen eigenen Weg.

Bis heute ist seine musikalische Welt einzigartig geblieben. Trotzdem wird sie überall verstanden, in Griechenland wie im Westen, in Europa wie in Asien, in Nord- und Südamerika wie in Australien. Warum? Weil Theodorakis’ Musik sowohl das Herz als das Gefühl und den Verstand anspricht. Zwar ist sie in ihrem Wesen griechisch, in ihrem Ausdruck und ihrer Ausdruckskraft ist sie jedoch universell.

Theodorakis ist demnach ein „unvergleichlicher“ Komponist: man kann ihn tatsächlich mit keinem andern vergleichen. Sein Œuvre ruht in sich selbst und vermittelt eine Botschaft von Engagement, globaler Solidarität und Brüderlichkeit.

2. Theodorakis hat Griechenland einen bestimmenden Platz in der heutigen Musik vermittelt.

Seine Lieder, die die schönsten Gedichte der griechischen und der Weltliteratur benutzen, sind Bestandteil des Weltkulturerbes geworden, und die durch seine Musik verklärte Literatur ist ins kollektive Bewusstsein eingegangen.

Darüber hinaus hat Theodorakis die Verbindung zwischen der byzantinischen, der „demotischen“ und der „laischen“: den beiden Aspekten der populären griechischen Musik, mit dem Erbe und der Entwicklung der westlichen Musik hergestellt und so die Spaltung zwischen Volksmusik (die vom Volke kommt!) und gelehrter Musik überwunden.

Seine Schöpfungen, die er seit den sechziger Jahren als „metaymphonisch" (über das Symphonische hinausgehend) bezeichnet hat, drücken seine Zielvorstellung und seine einzigartige Vision deutlich aus, und diese wird heute weitgehend als ein einmaliger und wesentlicher Beitrag zur Musik der Welt akzeptiert.

Guy Wagner 2008



Sitedesign:
www.grafix.fr

© Guy Wagner - FILIKI 1996-2008