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Skandal in Salt Lake City




Der griechische Komponist Mikis Theodorakis hat dagegen protestiert, dass sein "Canto Olympico" bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City ohne seine Einwilligung und ohne Nennung seines Namens gespielt wurde.

Theodorakis sehe darin nicht nur eine 'schwerwiegende Urheberrechts-Verletzung', sondern auch eine 'Beleidigung' seiner Person und Griechenlands, erklärte sein Management. Der Komponist kündigte rechtliche Schritte an.

Theodorakis hatte das Musikstück im Auftrag des IOC für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1992 in Barcelona komponiert. Er wirft dem Organisationskomitee in Salt Lake City vor, dass die Informationen über den Urheber des Werkes in der umfangreichen Mediendokumentation 'Broadcaster's Guide' gefehlt habe. Das verwundere umso mehr, weil das dreieinhalbminütige Stück vom Utah Symphony Orchestra und dem Mormon Tabernacle Choir als Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung aufgeführt worden sei.

Pressemitteilung


Komponist Mikis Theodorakis will gegen die Organisatoren der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City klagen. Sein schon für die Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona komponiertes Stück "Canto Olympico" sei ohne seine offizielle Einwilligung und ohne die Nennung seines Namens in Salt Lake City bei der Eröffnungsfeier gespielt worden. Theodorakis spricht von einem Verstoß gegen das Urheberrecht und schließt politische Hintergründe nicht aus. Der griechische Komponist hatte sich wiederholt öffentlich gegen den militärischen Einsatz der Amerikaner in Afghanistan ausgesprochen.

3Sat Kulturzeit

Richtigstellung von Asteris Kutulas

hallo,

ich bin durch zufall auf eueren gedankenaustausch zu theodorakis gekommen und muss was klarstellen: das stück ist mit einverstaendnis von theodorakis gespielt worden. er hat es sogar unentgeltlich zur verfuegung gestellt. umso mehr ist er sauer, dass sein name und der name seines werks nicht bekannt gegeben wurden - so wie alle anderen programmpunkte. das kann eigentlich kein "fehler" sein.

Unser Kommentar: Die USA meinen eben, sie könnten sich alles erlauben. (GW)





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