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GRIECHISCHE WUTBÜRGER






OXI = NEIN


Die Demonstranten in Griechenland eint derzeit der Hass auf das politische System. Was danach kommt, das muss sich zeigen.

Zunächst soll Papandreou gestürzt werden und möglichst Hollywood reif in einem Helikopter fliehen. Am Besten nimmt er dabei, so wünschen sich die Menschen in Sprechchören, den IWF mit.

Parallel zu den Demonstrationen finden basisdemokratische Diskussionsrunden statt. Politische Parteien aller Couleur versuchen bisher erfolglos einen Zugang zu den Wutbürgern zu erlangen.

Auf dem Prüfstand steht die Bewegung am Dienstagabend. Der greise Komponist und Expolitiker Mikis Theodorakis hat zu einem Happening an Hauptgebäude der Athener Universität aufgerufen. Zusammen mit den Autoren der seit 1974 gültigen Verfassung möchte er Kritik und Lösungsvorschläge präsentieren. Er hatte vor wenigen Monaten die Bürgerbewegung, Spitha = der Funke, gegründet.

Theodorakis schlägt nun neben linken Parolen auch betont patriotische Töne an. Dies stört eine nicht zu unterschätzende Zahl der Wutbürger, bringt aber auch Zulauf von rechts und links. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Experiment der Protestler entwickelt. "Es gibt uns erst seit sechs Tagen", meinte einer der Demonstranten in einer Talkshow, "wer kann da schon jetzt Lösungen und Ergebnisse erwarten?"


Nach Wassilis Aswestopoulos





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