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Polizeiaktion gegen "Illegale" im Hafen von Patras
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Nichtregierungsorganisationen und internationalen Medien berichten seit langem ausführlich über die unmenschliche Behandlung von Flüchtlingen in Griechenland und über die Verweigerung eines Asylrechts, das diesen Namen auch verdient.
Verschiedene Mitgliedsstaaten der EU haben daraufhin bereits beschlossen, keine Flüchtlinge mehr nach Griechenland zurückzuschieben. Auch von deutschen Gerichten sind derartige Entscheidungen gefällt worden.
Die Linke in Griechenland versucht auf vielfältige Weise, diesem von hoher Politik, Straßenfaschismus und fremdenfeindlichen Ressentiments in der Bevölkerung getragenen Rassismus etwas entgegenzusetzen.
Schon im Juni fanden im ganzen Land zahlreiche Demonstrationen, Veranstaltungen und antirassistische Festivals statt. Ende August wird auf Lesvos, einer Insel vor der türkischen Küste, das internationale NoBorderCamp stattfinden (noborder.org/). Immer wieder versuchen Aktivisten, die Verschiebung von Flüchtlingen in grenznahe Lager zu stoppen, um illegale Rückschiebungen zu be- und verhindern.
Und auch die Flüchtlinge selbst sind natürlich aktiv. So wehren sich beispielsweise seit dem 9. Juli 19 Flüchtlinge aus Pakistan und Afghanistan mit einem Hungerstreik gegen ihre drohende Abschiebung. Fünf von ihnen haben mittlerweile Asyl erhalten. Die anderen wurden in verschiedene Abschiebegefängnisse gebracht, jede Kontaktmöglichkeit nach außen verschlossen. Die Pakistanische Gemeinde Griechenlands ist darüber hinaus besonders besorgt über die Lage des Journalisten Ali Asghar, der in Pakistan wegen seiner regimekritischen Berichterstattung verfolgt wird, von Griechenland aber trotzdem abgeschoben werden soll.
Unter den zahlreichen antirassistischen Initiativen fällt besonders die erst kürzlich gegründete Gemeinsam gegen Rassismus und die faschistische Drohung auf. In ihr sind nicht nur Linke, sondern insbesondere Migrantenorganisationen und Gewerkschaften Mitglied. Auch der bekannte Widerstandskämpfer und Komponist Mikis Theodorakis gehört zu den Erstunterzeichnern ihres Gründungsaufrufes. Für den 31. August hat die Initiative zu einem Koordinierungstreffen aller antirassistischen Organisationen eingeladen.
Auszüge aus:
Neues Deutschland
19. August 2009
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