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23.06.05: Manolis Anagnostakis gestorben





Anagnostakis
In den frühen Morgenstunden des 23. Juni 2005 verstarb nach langer Krankheit (Herz- und Lungenprobleme) einer der großen Dichter Griechenlands, Manolis Anagnostakis, im Alter von 80 Jahren.

Mikis Theodorakis hat von ihm während der Diktatur die Gedichte "Milo" (Ich rede) und "Charis" (in "Arkadien VIII) in Zatouna vertont, sodann während seines Pariser Exils vier Lieder für "Tis Exorias" (Exillieder) und die "Balladen".

Diese werden im Sommer im mehreren Städten Griechenlands zur Aufführung kommen, gesungen von Maria Farantouri und Petros Pandis. Die musikalische Leitung hat Stavros Xarchakos.

Anagnostakis' Tod hat große Betroffenheit in Griechenland ausgelöst.

Ministerpräsident Costas Karamanlis, der auch Kulturminister ist, hat Anagnostakis als "einen großen Dichter und einen bescheidenen Aktivisten" bezeichnet. Er habe "durch seine Aktion bewiesen, dass die Vorauussetzung für jeden Traum einer besseren Zukunft die Sensibilität und der ehrliche Einsatz im Kampf um hohe Werte und Ideale ist."

In einer Verlautbarung sagte Präsident Karolos Papoulias: "Die Zeit wird auch weiterhin die Kraft seiner Dichtkunst offenbaren..."

Mikis Theodorakis erklärte, dies sei für ihn "ein Augenblick geistigen Kummers und großer Trauer", und Anagnostakis sei "der letzte der großen Dichter" gewesen, "die ihr Leben und ihr Schaffen in Eiunklang gebracht hatten mit den Kämpfen und Träumen des griechischen Volkes für eine andere Zukunft, ohne Zwänge und Entfremdungen, in der Moral, Erziehung und Kultur vorherrschten..."

Kurzbiographie von Manolis Anagnostakis





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