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07.11.04: Erklärung von Theodorakis: FYROM - Zypern - Türkei





Rezentes Bild von Theodorakis (Guy Wagner)
Der weltbekannte griechische Komponist Mikis Theodorakis hat zur Einheit aufgerufen, jetzt wo der Hellenismus in eine schwierige, kritische und gefährliche Periode eintritt, die keinen Platz für billiges Politgerassel lässt.

"Die Überraschungs-Geste der USA gegenüber Skopje, mit seiner anti-griechischen Speerspitze, sollte aufgefasst werden als eine 'Warn-Glocke’, die uns zu Einheit, Wachsamkeit und Besinnung aufruft, zu einem Zeitpunkt,, da der Hellenismus in eine sehr schwierige, kritische und gefährliche Periode eintritt, die keinen Spielraum für das Gerassel billiger Politmache zulässt", sagte Theodorakis in einer Erklärung.

"Wir müssen die gegenwärtige und künftige Wechselbeziehung der Mächte klar ins Auge fassen, wobei deutlich wird, dass unser Land, und mit ihm Zypern, das Ziel der Supermacht (USA) ist", fügte er hinzu und schlug vor, eine nationale Politik gemeinsamer Akzeptanz zu schmieden, um den Schwierigkeiten gegenüberzutreten; zur gleichen Zeit betonte er in dieser Richtung die Wichtigkeit von Griechenlands Verbündeten in Europa, der arabischen Welt, Russland und den Balkanländern.

Hinsichtlich des spezifischen Problems von FYROM und Albanien schlug Theodorakis vor, dass klar gemacht werden müsse, dass die Interessen der Nachbarländer in Richtung guter Beziehungen zu Griechenland lägen.

Theodorakis erklärte weiter, dass Griechenlands Einspruch gegen den Namen "Republik von Mazedonien“ sich natürlich "nicht auf die Wörter“ beziehe, sondern "auf das, was einige Faktionen ersichtlich hinter den Wörtern verdeutlichen, nämlich irredentistische Ansprüche gegen die (territoriale) Integrität unseres Landes."

"Dies ist etwas, das leider nicht genügend bekannt gemacht wurde, mit den nun bekannten Konsequenzen. Es ist deshalb heute an der Zeit zu einem nachhaltigen Ruf in alle Richtungen und besonders in Richtung Skopje selbst, damit es keine falsche Meinung hinsichtlich unserer künftigen Position geben wird, – welche in jeder Hinsicht die sein wird, die sie immer gewesen ist, wenn unsere nationale Integrität mit Gefahren konfrontiert war", sagte er.

Schließlich bemerkte Theodorakis hinsichtlich der griechisch-türkischen Beziehungen, dass die internen Probleme der Türkei noch nicht endgültig gelöst seien, betonte, die "friedliche Koexistenz" der beiden Völker sei der einzige Weg, und warnte, jede andere Richtung sei in der Tat zerstörerisch.

Athens News Agency 7.11.2004
Deutsche Übersetzung: © Guy Wagner

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