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"Lyrikotera" - Gedichte




Farbe der Liebe

Dass du hierher kommst, wo die Nacht du durchwachst.
Unser Haus ist dieser Raum, der antike
und meine sanften Worte die Schönheit dieser Welt.

Es fällt Regen, der mich Nacht werden läßt.
Mein Schmerz ist dieser Sonnenuntergang, der immer tiefer wird
und das Lied ist, was Schwüre bindet und Seele.


Lichter Schmerz

Wie erträgst du das, durchstreifst den Traum
nutzlose Windböen rauchend?
Du fürchtest wohl nicht die Nacht der Engel
kennst auch nicht die Sprache des Regens.
Sonst schlössest du den Mond in dein Gebet
hörtest meines Herzens geheimes Lied.

Wie hältst du es aus, durchstreifst den Traum
an ungerechte Monde glaubend?
Dich nicht erinnernd, wie du erstrahlt im Strudel meiner Zeit
nicht vergessend das Meer zur Stunde des Nordwinds.
Wieder führst du deinen leisen Tanz
ergießt dich wie ein Blitz, der zudem das Licht mir nimmt.


Das Schluchzen der Engel

Vernahmst du das Schluchzen der Engel
Montagmorgen
am Rand meines Herzens?
Sie klagten am Sonntag
der verging, ohne je wirklich gewesen zu sein
in durchtanzten Nächten
mit leeren Flügeln herumspazierend
in deinem verschlossenen Fenster.

Du kamst heimlich in die Nacht
mit geliehenem Boot
in Jahren voller Stürme.
Ich find den Anlaß
den Engel zu schenken
werd kommen in transparentem Dunkel
voll kleiner Vögel Wahrheit
in deinem verschlossenen Fenster.


Auflösung des Lichts

Goldene Tropfen deine Augen -
mal verbraucht in grüner Nacht
ein andermal glitzern sie
auf nichtsnutzigen Göttern.
Wer deine Träne sucht
kopiert vielleicht den bitteren Rhythmus der Liebe.

Meeresvogel dein Schatten -
mal sich prüfend auf dunklem Fels
mal flügelschlagend über roten Inseln.
Wer deine Träne schreibt
kopiert vielleicht die bittere Rauheit der Liebe.


Juli

In welcher Stille wohnst du wohl?
Es ist Juli, der läßt die Wörter faulen
und im leeren Licht schrumpfte unser Leib.
Ich kletterte auf einen Baum des Himmels
den Vögeln ein Märchen von dir zu erzählen
noch mehr an mein Alleinsein zu glauben.

In welcher Stille wohnst du wohl?
Es ist Juli, trunken von Griechenland
er tanzt auf einem Bein unsern Schmerz.
Von dort oben im Himmel, wo hinauf du gestiegen
wirst du einen Blitz schaun, tief in meinem Herzen
und mehr noch an meine Einsamkeit glauben.


Mit des Ozeans geballter Kraft

Die Musik lern ich aus deinem Schreiten
und den stolzen Tag aus deinem Blick.
Vorbeigehst Lied, betrachtest Mond
und entfernst dich immerfort mit des Ozeans geballter Kraft.

Mit Märchen komm ich an deinem Geburtstag
mittags, draußen in deiner Luft.
Ich werd kommen mit Sonne, mit März
daß du eine hohe Welle strickst, auf daß ich vergeh.


Nostalgie

Den Tagen, die kommen
geb ich Inselgesichter.
Meine Liebe geheiligt
im Namen meines Herzens
daß du Wiedergeburt der Welt seist
und vor allem der Tod.

Die Nächte, die fortgehn
ziehen rote Linien.
Meine Liebe geheiligt
im Namen meines Herzens
daß du Wiedergeburt der Welt seist
und vor allem der Tod.


Hartnäckige Gegenwart

Meine Freude gehört der Hoffnung
und der Tod zur Geschichte.
Du Halbdunkle segelst, Tyrannos.
Setz dich, dem Meer zu lauschen:
Pauken der Sterne verkünden Geheimes
und kosmische Algen hallen wider von alten Stürmen.
Zwischen Muschelschalen pocht mein Herz.

Meine Seele schmerzt in den Liedern
mein Körper in deiner Schönheit.
Du Halbdunkle segelst, Tyrannos.
Lern den Tod hören:
zähl Leidenschaften, die das Herz mürbe machen
und versteckte Wellen, die gütige Monde ablehnen werden.
Zwischen den Träumen krampft unser Leben sich zusammen.


Wasserbäume

Viele Monde werden welken
dass das Meer zurückkehrt zum Logos
der Fels im Riss des Herzens aufleuchtet
du die Welle wie einen Gürtel um deinen Körper legst
und vom Honig deiner Augen anbieten kannst
den Gestrandeten und Verstoßnen.

Viele Monde werden welken
dass die Nacht mich das Lied lehrt
dass der Mythos zärtlicher Ausspruch wird
dass du den Schwur brichst, den du dem Schicksal geleistet
und dass du leuchtest vom Rand deiner Seele
den Gestrandeten und Verstoßnen.


Selbstmord eines Reservemonats

Der Reserveaugust verübte Selbstmord
am Abend der Liebe.
Ein Orchestermeer geleitet hinab seine Seele
zum Unteren Himmel verlorener Monde.
Und die neu rekrutierten Herbstmonate
leisten den Eid auf die Verfassung der Nacht
in Gebetsstellung:
Heilig die Liebe, heilig die Sehnsucht
heilig der Tod, Erbarmen mit uns.
Rot die Gefühle zerspringen
meine Liebe zwischen den Sternen verschwand.


Wie eine Wolke

Du sagst nach und nach, was du entschieden
und schreitest - Wolke zwischen Sternen
die erwarten den Mond.
Mein tiefes Schweigen
kannst im Dunklen du lesen?
In die Welle wirfst du mein Herz
die das Geliebte zweiteilt.

Du sagst nach und nach, was du entschieden
und gehst - Wolke, Winde entleerend
in Sommer, die schon vorüber sind.
In meinem nassen Schweigen
hörst du mich, heimlich dich begehrend?
Du bindest abends Fluß um Fluß
schaltest ein das Licht, das mich einsam macht.


Ins Deutsche übertragen von © Asteris und Ina Kutulas
(Die Interpunktion folgt der des Originals.)




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