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Arcadia IX - Gedicht




DIE MUTTER DES VERBANNTEN

Wenn die Barbaren dir die Türen verschlossen
Und dir eine Dornenkrone aufgesetzt
Mein Sohn so wird Gleiches ihnen geschehen
Durch einen unbekannten Gott
In dieser düstren Stadt
Mein Sohn ich wehr mich gegen den Tod
Unbarmherzig schlägt mich die Verzweiflung
Um so mich besser niederzusmähn
Mein Sohn mach mir keinen solchen Kummer
Meine Augen müssen offen bleiben
Du bist mein letzter Sohn deine Fehlen lastet
Und wird Jahrhunderte noch lasten
Es macht mich düstrer als die Nacht
Und lässt umher mich irren wie ein Geist
Ich höre draußen wie eine Klage
Die herzzerreißende Klage unseres Hunds
Ruhelos werd ich irren und die Berge die Täler
Die Ebenen die Bäche die wilden werden mich fragen
Und komm ich vorbei so schweigen die Quellen
Brände werden lodern aus meiner Brust
Die Sterne der Mond die Sonne werden mich fragen
Und ich schaffe es nicht ihnen Antwort zu geben
Ach alles nahmst du mit dir
Und mein Leib findet seinen Frieden nicht mehr
In dieser Verzweiflung diesem Irren
Bekam ich deinen so bitteren Brief
Herzzerreißend ist was du schreibst
Mein Sohn komm doch zurück ich warte auf dich
Komm zurück und ich Unglückliche öffne die Flügel
Um damit zärtlich ganz dich zu verbergen
Mein Herz spürt eine Sanftheit ohne Ende
Mein Sohn wenn es dich bei sich fühlt
Wie oft hab ich den Tod genährt
Bis zur Sattheit habe ich ihn genährt
In meinem Alter zu meiner Befriedung
Und warte nur auf ein Zeichen noch von dir

(Übertragung: Guy Wagner)



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