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Manolis Anagnostakis





Manolis Anagnostakis - Photo: Stelios Skopelitis
Manolis Anagnostakis, Dichter und Kritiker, wurde 1925 in Thessaloniki geboren.

Er studierte dort Medizin (Radiologie). Doch galt der Politik und der Literatur immer sein besonderes Interesse.

Er begann seine Karriere als Schriftsteller mit Veröffentlichungen in den Zeitschriften "Xekinima" (Aufbruch 1944) und "Kritiki" (1959-1961).

Er machte sich endgültig als Dichter bekannt mit der Veröffentlichung von Gedichtsammlungen: "Epoche I", 1945; "Epoche II", 1948; "Epoche III", 1951. Zwischen 1956 und 1962 folgte ein zweiter poetischer Zyklus: "Fortsetzung I"; "Fortsetzung II", 1956, sowie "Fortsetzung III", 1962. Weiter erschienen 1968-1969, "Der Rand", 1972, "Parenthesen", und 1975, eine Gedichtsammlung, welche eine Auslese der oben erwähnten Gedichte enthält. "Zielscheibe" ist eins seiner letzten Dichtwerke.

Manolis Anagnostakis ist ein Dichter mit sozialem Engagement. Seine Verse schaffen traurige Bilder, die mit großer geistiger Würde vorgelegt werden: Ein bitterer Kommentar von einzelnen kleinen Erlebnissen, in denen die Fatalität eine unvermeidliche Rolle spielt.

Er ist auch durch politische Artikel bekannt und ein ferventer Anhänger der Linken, was dazu führte, dass er während des Bürgerkrieges in Makronissos gefoltert und sogar zum Tode verurteilt worden war.

Stark geprägt von der Tatsache, dass die "Botschaft des Todes" in unserer Zeit zum einem Gemeinplatz geworden ist, wurde Anagnostakis sich der Ohnmacht der Sprache des Dichters und seiner Hearbsetzung in einer alles erniedrigenden Welt bewusst . Als einzige Waffe ist ihm das Shweigen geblieben. Anagnostakis hat seit drei Jahrezehnten kein neues Werk mehr veröffentlicht.

Mikis Theodorakis vertonte von ihm während der Zeit der Diktatur in Zatouna "Milo" und "Charis" (Arkadien VIII) und im Pariser Exil vier Gedichte für "Tis Exorias" (Lieder des Exils), sowie seine "Balladen" (Die Hydra von Lerna).





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