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"Epiphania" - Gedichte




1.
LOSSAGUNG / VERLEUGNUNG


Am Ufer, dem versteckten
weiß wie eine Taube
dürsteten wir am Mittag
und das Wasser war salzig

In den hellen Sand
schrieben wir ihren Namen
angenehm wehte die Brise -
und so verlosch die Schrift

Mit dem Herzen, mit dem Atem -
sowie Sehnsucht, soviel Leidenschaft!
Wir sahen unseres Lebens Fehler
und änderten das Leben!

Aus der Sammlung Der Wendepunk. Dt. Fassung: Helmut Schwäbl


2.
ICH HIELT MEIN LEBEN


Ich hielt mein Leben, ich hielt mein Leben auf der Reise,
inmitten der gelben Bäume als sich der Regen verzog
auf stille Hänge, bedeckt mit den Blättern der Buche,
kein einziges Feuer auf ihrem Gipfel - es dunkelt.

Auszug aus dem Gedicht Epiphanie 1937. Dt. Fassung: Argyris Sfountouris


3.
BLUMEN DES FELSENS


Blumen des Felsens, dem grünen Meer gegenüber
mit Adern, die mich an andere Lieben erinnern
leuchtend im sanften stillen Regen.
Blume des Felsens, Figuren
entstanden, als niemand sprach, und die zu mir sprachen
und die mir erlaubten, sie zu berühren nach dem Schweigen
zwischen den Pinien, dem Oleander und den Platanen.

Gedicht ohne Titel aus dem Buch der Übungen. Dt. Fassung für das Internet: Guy Wagner


4.
IN DEN MEERESHÖHLEN


In den Meereshöhlen
da ist ein Durst, da ist eine Liebe,
da ist eine Ekstase hart wie Muscheln;
du kannst sie in der Hand halten.

In den Meereshöhlen
sah ich dir in die Augen, tagelang,
und ich kannte dich nicht
und du kanntest mich nicht.

Gedicht ohne Titel aus dem Buch der Übungen. Dt. Fassung für das Internet: Guy Wagner




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