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Ina-Kathrin Kutulas





Ina-Kathrin Kutulas wurde 1965 in Magdeburg geboren, besuchte dort die Schule und begann während dieser Zeit, Gedichte zu schreiben. Bald folgten erste Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien.


Zusammen mit dem Maler und Plastiker Gottfried Bräunling gab sie 1988 ein bibliophiles Buch heraus, in dem sie die Gedichte, die sie auf ihrer ersten Griechenland-Reise geschrieben hatte, veröffentlichte. Zu dieser Zeit arbeitete die Autorin zusammen mit Asteris Kutulas auch schon an mehreren Nachdichtungen von Werken der Griechen Jannis Ritsos und Giorgos Seferis. Ina Kutulas hatte Ritsos und Seferis’ Witwe inzwischen persönlich kennenlernen können.Ein Jahr später begegnete sie in Athen erstmals dem Dichter Odysseas Elytis. Es entstanden Nachdichtungen seiner Texte.

Sowohl die Begegnungen mit den Werken der genannten Autoren als auch mit den Autoren selbst waren für Ina Kutulas tiefgreifende Erlebnisse, die ihren „literarischen Blick“ zu schärfen begannen.

Großen Einfluß auf ihr Leben hatte die Begegnung mit dem griechischen Komponisten Mikis Theodorakis im Jahre 1984, die der Beginn einer bis heute bestehenden Freundschaft war. Ina Kutulas arbeitete u.a. mit an der Übertragung seiner Autobiografie und anderer Schriften, als auch an der Nachdichtung vieler Texte der von Theodorakis komponierten Lieder. Zwei ihrer eigenen lyrischen Texte wurden zu Liedern: der Titel „Abschied“, von Maria Farantouri auf deutsch gesungen, erschien auf der CD „Asmata“, das Lied „Medea“ erst kürzlich auf der CD „Margarita“, auf englisch gesungen von Jocelyn B. Smith. Für viele Konzertprogrammhefte und CDs von Theodorakis schrieb die Autorin begleitende Texte und wirkte mit bei der Arbeit am Dokumentarfilm „Sonne und Zeit“, der sich einem besonderen Liedzyklus des Komponisten widmet.

Außer mit Nachdichtungen von Werken der bereits genannten Autoren beschäftigte sich Ina Kutulas zusammen mit Asteris Kutulas auch mit der Übertragung von Gedichten und Texten Kavafis’ (erschienen bei Hanser) und Engonopoulos’ (erschienen in der Unabhängigen Verlagsbuchhandlung).

Von 1987 bis 1989 war die Autorin als redaktionelles Mitglied am Entstehen der DDR-Untergrundpublikation „Bizarre Städte“ intensiv beteiligt, von 1989 bis 1990 arbeitete sie in der Redaktion des Monatsboulevards „Sondeur“.

Nach der Geburt des Sohnes Alexander im Dezember 1989 entstand das Buch „Herbstzeitlose - 111 Tristichen“, das 1992 im Konkursbuchverlag Claudia Gehrke, Tübingen erschien. Im gleichen Verlag wurden in verschiedenen Bänden des „Heimlichen Auges“ sowie in den Konkursbüchern „Geld“ und „Blut“ Texte von Ina Kutulas veröffentlicht.

Von 1992 bis 1996 lebte die Autorin am Rand von Athen. Dort begann sie ihr zweites Buch zu schreiben, das sie ein Jahr nach ihrer Rückkehr nach Deutschland in Berlin beendete. Es kam 1999 ebenfalls im Konkursbuchverlag Claudia Gehrke heraus und hat den Titel „Vielleicht Athen - Berlin Vielleicht“.

Für die Zeitschrift „Chronika“ schrieb Ina Kutulas hin und wieder auf die ihr eigene Art mehrere Besprechungen zu CDs verschiedener griechischer Künstler.

Neben ihrer literarischen Arbeit ist sie häufig beteiligt an der Konzeptionierung von CD-Projekten und Konzerten. Sie schreibt weiterhin Gedichte und plant, sich zukünftig wieder intensiver mit Nachdichtungen zu befassen.

In Vorbereitung ist ein weiteres bibliophiles Buch mit dem Gedichtzyklus „Saturn über Athen“, zu dem Gottfried Bräunling die Illustrationen schuf und der griechische Dichter Dionysis Karantzas einen Begleittext schrieb.

Zitate aus Rezensionen zum Buch „Vielleicht Athen - Berlin Vielleicht“:

* „Der eigene Ton, die eigene Farbe hält den Text zusammen, noch über die Daten, die Wochentage hinaus. Die Stimme sind viele Stimmen: die der Ina Kutulas, die der Sofia, des Kafenion, die der sechs Nächte auf der Akropolis, die des Baums an der Ecke, des Jungen beim Bäcker ...“ (Gregor Kunz, Sächsische Landeszeitung)

* „Ina Kutulas hat mich mit diesem Buch ins Schwanken gebracht ... Und Ina, schon früher mit dem geschriebenen Wort in Erscheinung getreten, ...“wagt“ es, mit ihren noch keinen vollen dreißig Jahren, solch ein Buch von 192 Seiten zu schreiben, äußerlich in Form eines Tagebuchs, im Inhalt ein außerordentlich wichtiges Werk, das man alsbald als philosophisch, lyrisch, auch anekdotisch, ja stellenweise sogar als wissenschaftlich empfindet, und, und vor allem, als „ihr eigenes“ mit weitstrahlenden Dimensionen in seinem Gedankengut, in seinen Anregungen ...“ (Niki Eideneier, Chronika)

* „Irgendwann werde ich das ganze Buch zurückblättern müssen. Vielleicht tue ich es immer wieder - genauso, wie ich knapp 25 Jahre nach dem Lesen der Tagebücher von Anais Nin, gedanklich sie immer wieder zurückblättern muß. In Inas Tagebüchern häufen sich für mich dieselben Fragen ... rätselhafte Fragen und Schlußfolgerungen, die nicht vom delphischen Orakel herkommen ...“ (Kostas Karaoulis)





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