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Theodorakis krank





Together!
Presseechos

I.
EUROPAMAGAZIN
Im Ersten am 10. Mai 1997 um 13.05 Uhr
Michael Stocks

Als Mikis Theodorakis letzten Sonntag abend die Bühne im Berliner Haus der Kulturen der Welt betrat, tobte die ausverkaufte Halle. Die große griechische Komponisten-Legende im Konzert mit Zülfi Livaneli, dem türkischen Polit-Chansonier, der sich genauso wie Theodorakis in seinem Land für die Menschenrechte einsetzt.

Oli Mazi - auf griechisch. Birlikte - auf türkisch. Together - Zusammen, das Thema der geplanten Europa-Tournee. Ein musikalischer Leckerbissen mit politischem Inhalt, denn zusammen wollen die beiden Künstler für die türkisch-griechische Verständigung werben, eine Basis schaffen für ein freundschaftliches Zusammenleben. Davon handeln die selbstkomponierten Lieder, die beide abwechselnd präsentierten.

Neunmal wollten die beiden während ihrer Tournee durch Mitteleuropa auftreten, doch schon die erste Tournee-Station in Berlin wurde für Mikis Theodorakis gleichzeitig die letzte. I

Schon am nächsten Morgen flog Theodorakis nach Athen, mußte ins Krankenhaus. Schwere Atemprobleme, Spätfolgen von Tuberkulose, die er sich in den 40er Jahren zuzog, machten es dem Künstler unmöglich, weiter auf der Bühne zu stehen. Der Gesundheitszustand des 71-jährigen, Top-Thema in Griechenland. Inzwischen durfte Theodorakis nach Hause, steht aber unter ständiger Kontrolle der Mediziner. Lebensgefahr bestehe keine, aber mindestens dieses Jahr dürfe er nicht mehr auftreten, so die Ärzte. Noch im Krankenhaus ereilten Theodorakis unzählige Besserungswünsche, selbst der Kulturminister kam unverzüglich.

Evangelos Venizelos, Kulturminister Griechenland »Mikis Theodorakis ist nationales Kapital und der größte Botschafter der griechischen Kultur. Ich hatte also eine doppelte Verpflichtung, herzukommen, um ihm meine Wünsche auszusprechen. Als Freund und als Vertreter der Regierung.«

Den Tournee-Start in Berlin wollte Theodorakis unbedingt mitmachen, schließlich ist Berlin Symbol-Ort in vielfacher Hinsicht. Hier lebt eine große griechische Gemeinde problemlos zusammen mit einer noch größeren türkischen. 2,1 Millionen Türken leben insgesamt in Deutschland, knapp 400.000 Griechen - in Freundschaft. Und das wollen die Künstler auch für ihre eigenen Länder erreichen.

Zülfi Livaneli:
»Natürlich können wir die Probleme der beiden Länder nicht durchs Singen lösen - so naiv bin ich nicht. Aber wir können zumindest eine freudnliche Atmosphäre schaffen, in den Ländern, in den Medien, sodaß die Leute und insbesondere die Politiker darauf aufbauen können, sodaß wir eine Lösung finden, und das Feindgefühl endlich aufhört.«

Trotz Gesundheitsprobleme zeigte sich Theodorakis in Berlin energisch, so wie er sein ganzes Leben war. Mitte der 60er kam es in Griechenland zur politischen Krise, 1967 putschte das Militär. Die Medien wurden gleichgeschaltet, politische Gegner verhaftet. Theodorakis wurde Symbolfigur des Widerstandes und Staatsfeind Nr. 1. Er wurde verhaftet und verbannt, seine Lieder verboten, blieb aber stets politisch aktiv, auch wenn er im Laufe der Zeit parteipolitisch von den Linken bis zu den Konservativen wechselte - vom Parlamentsmitglied einer pro-kommunistischen Sammelpartei 1963 bis zum Minister unter dem konservativen Premier Mitsotakis 1990. Hauptsächlich aber machte er als Künstler von sich reden, als Musiker und Komponist, die Filmmusik zu Alexis Sorbas ist wohl das bekannteste Stück, daß er immer wieder aufführen muß. Zülfi Livaneli und Mikis Theodorakis arbeiten seit 10 Jahren zusammen, erst vor einem Jahr traten sie gemeinsam in der Türkei und Griechenland, dort auf der Insel Kalinos auf, direkt neben der Felseninsel, wegen der es fast zum Krieg kam.

Genauso ein Konzert wollten die beiden im Juni auf der Demarkationslinie auf Zypern geben. Daraus wird jetzt erstmal nichts, aber wer Theodorakis kennt, der weiß, daß er dies auf jeden Fall nachholen will.

II:
Nach Kollaps: Sechs Monate strenge Ruhe für Theodorakis

Athen (dpa/eu) - Nach seinem Kollaps bei einem Konzert in Berlin in der vergangenen Woche haben Ärzte dem populären griechischen Sänger und Komponisten Mikis Theodorakis sechs Monate strenge Ruhe verordnet. Die Europa-Tournee, die der 71jährige gemeinsam mit dem Türken Zülfü Livaneli fortsetzen wollte, wurde abgesagt.

Die Ärzte bestätigten Theodorakis, daß er an keiner ernsten Krankheit leide und auch die frühere Tuberkolose nicht wieder ausgebrochen sei. Dennoch müsse er seine chronische Bronchitis gründlich auskurieren.

Theodorakis wurde am Donnerstag aus der Klinik entlassen und fuhr heute in sein Sommerhaus in Wrachati bei Korinth auf dem Peloponnes.

III.
Theodorakis nach Atembeschwerden zuversichtlich

Athen, 5. Mai (AFP) - Der griechische Musiker Mikis Theodorakis ist zuversichtlich, seine jüngsten Gesundheitsprobleme in den Griff zu bekommen. "Alles wird gut werden, ich vertraue den griechischen Ärzten", sagte der 71jährige am Montag bei der Ankunft auf dem Flughafen von Athen. Er wollte sich in der griechischen Hauptstadt zur Untersuchung ins Krankenhaus begeben, nachdem er am Sonntag ein Konzert in Berlin wegen Atembeschwerden abbrechen mußte. Seinem Sprecher zufolge könnte es sich um einen Tuberkulose-Rückfall handeln. Theororakis hatte sich die Krankheit in den 40er Jahren zugezogen. Das Konzert in Berlin sollte den Auftakt einer griechisch-türkischen Freundschaftstournee durch Europa mit dem türkischen Musiker Zülfü Livaneli bilden. Ursprünglich war Theodorakis' Rückkehr für Dienstag erwartet worden.

Vor Journalisten auf dem Flughafen sagte der Sänger und Komponist weiter, bereits vor seiner Abreise nach Deutschland am vergangenen Dienstag habe er Probleme mit der Atmung verspürt, doch hätten ihn Untersuchungen im Krankenhaus beruhigt. Das Herz und alle übrigen Organe hätten gut funktioniert. Er habe die Reise um jeden Preis antreten wollen. In Berlin hätten ihm dann deutsche Ärzte geraten, die Tournee abzubrechen. Ihr Höhepunkt sollte ein Konzert von Theodorakis und Livaneli auf Zypern sein. Beide Musiker bemühen sich seit vielen Jahren um eine Entspannung im griechisch-türkischen Verhältnis, insbesondere im Zypern-Konflikt.

Ein Service von Berliner Zeitung, Tip BerlinMagazin, Berliner Kurier und Berliner Abendblatt

IV.
Montag, 5. Mai 1997
Theodorakis sagt alle Auftritte in diesem Jahr ab

Berlin (dpa/eu) - Der 71jährige griechische Komponist und Liedermacher Mikis Theodorakis hat nach einem umjubelten Konzert in Berlin gestern abend wegen gesundheitlicher Probleme alle weiteren Auftritte in diesem Jahr abgesagt. Das teilte sein Produzent Asteris Koutoulas am Montag der dpa mit.
Theodorakis habe das Konzert in Berlin gemeinsam mit dem in seiner Heimat ebenfalls populären türkischen Sänger Zülfü Livaneli noch gegen den Rat seiner Ärzte bestritten, weil es ihm sehr am Herzen gelegen habe.

Sofort nach dem Auftritt in dem ausverkauften Haus der Kulturen der Welt in der Nähe des Reichstagsgebäudes mußte sich Theodorakis wegen akuter Atembeschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Sein Arzt in Berlin, Hristos Kalaitzis, der während des Konzertes hinter der Bühne war, teilte noch gestern abend mit, daß der 71jährige unter erheblichen, akut aufgetretenen Atemwegsbeschwerden leide, "die einer sofortigen Abklärung und Therapie bedürfen".
Der Gesamtzustand von Theodorakis sei aber ansonsten stabil. "Er ist nicht todkrank, er braucht aber auf jeden Fall dringend eine Pause", sagte Kalaitzis der dpa. Die Probleme mit den Atemwegserkrankungen müßten schnellstens abgeklärt werden, was Theodorakis, der noch am Montag wieder in seine Heimat fliegen wollte, zusammen mit seinem Hausarzt jetzt auch in Angriff nehmen wolle.

"Die Diagnostik darf jetzt nicht hinausgeschoben werden, weil sonst möglicherweise Probleme auftreten, die nicht bewältigt werden können." Er könne Theodorakis zur Zeit jedenfalls zu keinen weiteren Auftritten raten.

Das gemeinsame Konzert mit dem türkischen Sänger Zülfü Livaneli sollte der Auftakt zu einer Europatournee der beiden Liedermacher unter anderem mit den Stationen Paris an diesem Mittwoch, Brüssel (8. Mai), Frankfurt am Main (10. Mai), München (12. Mai) und Stuttgart (13. Mai) sein, als deren Höhepunkt am 13. Juni ein gemeinsamer Auftritt auf Zypern geplant war.

Der griechische Komponist, der mit seiner Musik zu dem Film "Alexis Sorbas" weltberühmt wurde und als Held der Widerstandsbewegung in der Zeit der griechischen Diktatur gilt, hatte das dreistündige Konzert in Berlin mit zwar deutlich angerauhter Stimme, aber gut durchgestanden.

V.
Theodorakis nach Berliner Konzert in ärztlicher Behandlung

Montag, 5. Mai 1997 01:10 Uhr
Berlin (dpa) - Der 71jährige griechische Komponist und Liedermacher Mikis Theodorakis mußte sich nach einem umjubelten Konzert am Sonntag abend in Berlin wegen akuter Atembeschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Das gemeinsame Konzert mit dem türkischen Sänger Zülfü Livaneli sollte der Auftakt zu einer Europatournee der beiden Liedermacher unter anderem mit den Stationen Paris, Brüssel, Frankfurt am Main, München und Stuttgart sein. Als Höhepunkt der Tournee war ein gemeinsamer Auftritt auf Zypern geplant.

Theodorakis' Berliner Arzt teilte am Sonntag
abend mit, daß der 71jährige unter erheblichen, akuten Atemwegsbeschwerden leide, "die einer sofortigen Abklärung und Therapie bedürfen". Der Gesamtzustand von Theodorakis sei aber stabil, heißt es in der ärztlichen Erklärung für die Presse.

Der griechische Komponist, der mit seiner Musik zu dem Film "Alexis Sorbas" weltberühmt wurde und als Held der Widerstandsbewegung in der Zeit der griechischen Obristen-Diktatur gilt, hatte das dreistündige Konzert im ausverkauften Berliner Haus der Kulturen der Welt in Nachbarschaft des Reichstagsgebäudes mit zwar deutlich angerauhter Stimme, aber gut durchgestanden. Ein Höhepunkt dabei war das gemeinsam mit seinem türkischen Kollegen gesungene Kampflied aus der Zeit der Diktatur "Wir sind zwei". Der Saal klatschte im Takt mit.

Ovationen gab es auch für das elegische, von Theodorakis der Insel Zypern gewidmete Lied "Goldgrünes Blatt". Auf die geteilte Insel erheben Griechenland und die Türkei Anspruch. Die Botschafterin bzw. der Botschafter der beiden Länder demonstrierten anschließend auf der Konzertbühne in Berlin Gemeinsamkeit mit den beiden Liedermachern, die für ihre politischen Überzeugungen in der Vergangenheit in ihren Ländern im Gefängnis saßen und ins Exil gezwungen wurden.

VI.
Theodorakis nach Berliner Konzert in ärztlicher Behandlung

Montag, 5. Mai 1997 00:10 Uhr
Berlin (dpa) - Der 71jährige griechische Komponist und Liedermacher Mikis Theodorakis mußte sich nach einem umjubelten Konzert am Sonntag abend in Berlin wegen akuter Atembeschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Das gemeinsame Konzert mit dem türkischen Sänger Zülfü Livaneli sollte der Auftakt zu einer Europatournee der beiden Liedermacher sein. Als ihr Höhepunkt war ein gemeinsamer Auftritt auf Zypern geplant.

Theodorakis' Berliner Arzt teilte am Sonntag abend mit, daß der 71jährige unter erheblichen, akut aufgetretenen Atemwegsbeschwerden leide, "die einer sofortigen Abklärung und Therapie bedürfen". Der Gesamtzustand von Theodorakis sei aber stabil, heißt es in der ärztlichen Erklärung für die Presse.

VII.
Theodorakis bricht Europatournee ab

Zweite Abendmeldung

Wegen schwerer Erkrankung - Atembeschwerden nach Auftaktkonzert in Berlin - Konzertreise Livanelis wird mit Maria Farantouri fortgesetzt
Berlin (AP) Wegen einer schweren Erkrankung hat der griechische Komponist Mikis Theodorakis seine Europatournee mit dem türkischen Musiker Zülfü Livaneli bereits nach dem umjubelten Auftaktkonzert in Berlin abbrechen müssen. Alle für dieses Jahr geplanten Auftritte des 71jährigen seien gestrichen worden, teilte der Veranstalter Takis Mitsidis am Montag mit. Wie die Veranstalter weiter bekannt gaben, werden die Konzerte jedoch nicht abgesetzt. Vielmehr werde die Sängerin Maria Farantouri auf Theodorakis' Wunsch hin die Tournee an der Seite Livanelis fortsetzen. Die Farandouri ist seit Jahrzehnten die bedeutendste Interpretin der Lieder Theodorakis'. Sie war auch bereits mehrmals mit Livaneli auf Tournee und produzierte mit ihm Platten und CDs. Das ausverkaufte Berliner Konzert hatte Theodorakis am Sonntag abend nur mit Mühe und Not überstanden. Unmittelbar nach seinem Auftritt mußte er sich wegen akuter Atembeschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Mit ihrer gemeinsamen Tournee, die unter dem Motto "Together-oli masi-birlikte" stand, wollten Theodorakis und Livaneli sich für eine griechisch-türkische Aussöhnung einsetzen. Theodorakis hat dem Vernehmen nach seit längerem Tuberkulose, deren Schwere unterschätzt worden sei. Er kehrte am Montag nach Griechenland zurück und wollte sich dort sofort in ärztliche Behandlung geben, wie Livaneli im ARD-Mittagsmagazin erklärte. Höhepunkt der diesjährigen Tournee sollte ein gemeinsames Konzert auf dem stillgelegten Flughafen von Nikosia sein, der genau zwischen dem griechischen und dem türkisch besetzten Teil Zyperns liegt. Die Türkei hatte 1974 nach einem vom damaligen Athener Obristenregime unterstützten Putsch griechischer Rechtsextremisten, die die Vereinigung der Insel mit Griechenland anstrebten, den Nordteil Zyperns besetzt. Beide Künstler hatten erklärt, nachdem sich die Beziehungen ihrer Heimatländer wieder verschlechtert hätten, sei es an der Zeit, erneut musikalisch für den Frieden zu werben. "Diese Tournee ist sehr wichtig", auch wenn man schwerwiegende politische Probleme nicht durch Singen lösen könne, sagte Livaneli im ARD-Mittagsmagazin. Geplant sind Konzerte am 7. Mai in Paris, am 8. Mai in Brüssel, am 9. Mai in Oberhausen, am 10. Mai in Frankfurt am Main, am 12. Mai in München und am 13. Mai in Stuttgart.
Ein Service von Berliner Zeitung, Tip BerlinMagazin, Berliner Kurier und Berliner Abendblatt

VIII:
Theodorakis mußte Europatournee abbrechen

Abendmeldung

Nach schweren Gesundheitsproblemen - Atembeschwerden bei Auftaktkonzert in Berlin
Berlin (AP) - Wegen schwerer gesundheitlicher Probleme hat der griechische Komponist Mikis Theodorakis seine Europatournee bereits nach dem umjubelten Auftaktkonzert in Berlin abbrechen müssen. Alle für dieses Jahr geplanten Auftritte des 71jährigen wurden gestrichen, wie Konzertveranstalter Takis Mitsidis am Montag mitteilte. Das ausverkaufte Berliner Konzert gemeinsam mit dem türkischen Musiker Zülfü Livaneli am Sonntag abend hatte Theodorakis nur mit Mühe und Not überstanden. Unmittelbar nach seinem Auftritt mußte er sich wegen akuter Atembeschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Mit ihrer gemeinsamen Tournee, die unter dem Motto "Together-oli masi-birlikte" stand, wollten Theodorakis und Livaneli sich für eine griechisch-türkische Aussöhnung einsetzen. Theodorakis hat dem Vernehmen nach seit längerem Tuberkulose, deren Schwere unterschätzt worden sei. Er kehrte am Montag nach Griechenland zurück und wollte sich dort sofort in ärztliche Behandlung geben, wie Livaneli im ARD-Mittagsmagazin erklärte. "Unglücklicherweise geht es ihm gar nicht gut." Theodorakis wollte unbedingt an dem Berliner Konzert teilnehmen. Nach den Worten Livanelis hatte sein griechischer Kollege erklärt, daß der Auftritt womöglich sein letztes Konzert sein könnte. Der Konzertveranstalter Mitsidis erklärte, es sei erstaunlich, daß Theodorakis so bravourös durchgehalten habe. Jeder andere wäre zusammengebrochen. Höhepunkt der diesjährigen Tournee sollte ein gemeinsames Konzert auf dem stillgelegten Flughafen von Nikosia sein, der genau zwischen dem griechischen und dem türkisch besetzten Teil Zyperns liegt. Die Türkei hatte 1974 nach einem vom damaligen Athener Obristenregime unterstützten Putsch griechischer Rechtsextremisten, die die Vereinigung der Insel mit Griechenland anstrebten, den Nordteil Zyperns besetzt. Theodorakis hatte das geplante Konzert auf Zypern als "größte Ehre und größte Verantwortung" bezeichnet.
Ein Service von Berliner Zeitung, Tip BerlinMagazin, Berliner Kurier und Berliner Abendblatt

IX.
Theodorakis muß wegen Atembeschwerden aus Tournee ausscheiden

Berlin, 5. Mai (AFP) - Der griechische Komponist Mikis Theodorakis muß seine Europa-Tournee wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen. Wie sein Tourneemanager Asteris Koutoulas am Montag in Berlin mitteilte, reist der 71jährige Musiker am Dienstag nach Athen zurück, um sich dort ins Krankenhaus zu begeben. Trotz Atembeschwerden und gegen ärztlichen Rat hatte der Komponist am Sonntag abend noch ein Konzert in Berlin absolviert, das den Auftakt seiner griechisch-türkischen Freundschaftstournee mit dem türkischen Musiker Zülfü Livaneli bildete. Nach Angaben von Koutoulas ist zu befürchten, daß es sich bei Theodorakis' Beschwerden um einen Tuberkulose-Rückfall handeln könnte; der Musiker hatte sich die Krankheit in den 40er Jahren zugezogen und hatte bereits in den 60er Jahren einmal einen lebensbedrohlichen Rückfall erlitten.

Nach Angaben des Managers wird die griechische Theodorakis-Sängerin Maria Farantouri nun für den Maestro einspringen und bei den übrigen Tournee-Terminen den Gesang übernehmen. Das als Höhepunkt für den 13. Juni geplante Konzert auf der Demarkationslinie im geteilten Zypern wird aber voraussichtlich ausfallen müssen. Der Termin sei zwar noch in der Schwebe, sagte Koutoulas; er glaube aber, daß das Konzert "eher nicht" stattfinden werde. Von den vorherigen Stationen der Tournee sollen die Konzerte in Paris und Frankfurt/Main auf jeden Fall mit Farantouri stattfinden. Mit den Veranstaltern an anderen Orten, darunter Brüssel, München und Stuttgart, werde noch verhandelt.
Ein Service von Berliner Zeitung, Tip BerlinMagazin, Berliner Kurier und Berliner Abendblatt

X.
Theodorakis scheidet aus Gesundheitsgründen aus Europa-Tournee aus

Berlin, 5. Mai (AFP) - Der griechische Komponist Mikis Theodorakis muß seine Europa-Tournee wegen gesundheitlicher Probleme voraussichtlich abbrechen. Das teilte am Montag in Berlin die "Gesellschaft Kultur des Friedens" mit, die Mitträger der türkisch-griechischen Freundschaftstournee von Theodorakis und dem türkischen Musiker Zülfü Livaneli ist. Der 71jährige Komponist absolvierte am Sonntag abend zwar gegen ärztlichen Rat noch einen Auftritt in Berlin, darf diesen Angaben zufolge auf absehbare Zeit aber nicht mehr auf die Bühne. Bei den weiteren Stationen der Tournee, die unter anderem über Paris, Brüssel, Frankfurt, München und Stuttgart führen sollte, soll nun die griechische Sängerin Maria Farantouri für Theodorakis einspringen; allerdings stehen wegen vertragsrechtlicher Probleme mehrere Termine ganz in Frage. So soll der Auftritt in Frankfurt voraussichtlich
auch ohne Theodorakis stattfinden, während der Termin in München abgesagt wird. Insbesondere das für den 13. Juni geplante Konzert auf der Demarkationslinie im geteilten Zypern, das den Höhepunkt der Tournee darstellen sollte, muß nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Henning Zierock wahrscheinlich abgesagt werden.
Ein Service von Berliner Zeitung, Tip BerlinMagazin, Berliner Kurier und Berliner Abendblatt





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