Die Passacaglien für zwei Klaviere wurden 1955 geschrieben und sind ein weiteres Werk der Pariser Periode des Komponisten (1954-60).
Hier stellt sich eine gewagte und reiche harmonische Sprache vor.
In Paris hatte der Kontakt mit der Zwölftontechnik den Widerspruch im Komponisten herausgefordert zu einem Zeitpunkt als die gegenwärtigen Kompositions-Systeme triumphierten.
Die Passacaglien konzentrieren in sich intensive Klangforschungen und technische Untersuchungen in Verbindung mit Formelementen und dem klassischen Kontrapunkt. Parallel dazu beleben sie erneut die klanglichen Hinweise auf die traditionelle griechische Musik durch die modale Gestaltung der Melodien (Andante mosso).
In 1958 wurden die Passacaglien in Paris vom Komponisten selbst für Orchester eingerichtet und sind zum Ballett « Erofili » geworden, das auf dem gleichlautenden erotischen Drama von Georges Hortatsis beruht und zum ersten Mal in Athen vom Elliniko Chorodrama von Rallos Manou getanzt wurde.
Die wichtigsten Motive der Passacaglien für zwei Klaviere sind vom Komponisten weiterentwickelt und in die Suite Nr.2 für Orchester (1955-56) eingebracht worden.
Die Originalfassung des Werkes in der Fassung für zwei Klaviere hatte seine Erstausführung in Athen im Oktober 1999.
© 2000. Übersetzt aus dem Griechischen ins Französische von Héraclès Galanakis. Deutsche Fassung: Guy Wagner
PASSACAILLES FÜR ZWEI KLAVIERE, AST 96
Komposition: Juni 1955 in Paris
Tempi:
1. Andante mosso - Poco meno - Lento ma non troppo
2. Maestoso - In stesso tempo
3. Allegro marcato
4. Andante
5. Andante
6. Andante
UA: 9.10.1999 in Athen
Tatiana Papageorgiou, Nikos Laliotis, Klaviere
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